Waldbrand

Aktueller Lagebericht vom 17. September 2018

Die Trockenheitssituation in den Zürcher Wäldern hat sich entspannt. Das Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe ist darum ab Dienstag, 4. September 2018, aufgehoben. Damit ist es wieder erlaubt, im Wald und in Waldesnähe Feuer zu entfachen und zu grillieren. Im Kanton Zürich herrscht allerdings nach wie vor mässige Waldbrandgefahr (Stufe 2 von 5). Beim Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe ist weiterhin Sorgfalt geboten.

Im Umgang mit Feuer im Wald ist stets zu beachten:
- Brennende Zigaretten und Zündhölzer nie wegwerfen.
- Beim Feuern und Grillieren fest eingerichtete Feuerstellen verwenden.
- Feuer laufend überwachen und allfälligen Funkenwurf sofort löschen.
- Grill-/Feuerstellen und deren Umgebung nur im absolut gelöschten Zustand verlassen.
- Bei starkem und böigem Wind aufs Feuern verzichten.

Gewisse Gemeinden haben auf ihrem Territorium ein allgemeines Feuerverbot angeordnet (Art. 18 der Verordnung über den vorbeugenden Brandschutz). Solche kommunalen Feuerverbote gelten auf dem gesamten Gemeindegebiet, also auch im Wald, falls er nicht ausdrücklich davon ausgenommen ist. Die Aufhebung der kommunalen Verbote ist Sache der Gemeinde. 

Wald- und Flurbrände nicht ausgeschlossen

Verheerende Waldbrände, wie sie im Gebirge und auf der Alpensüdseite vorkommen, sind im Kanton Zürich zum Glück sehr selten. Dies liegt an den klimatischen Bedingungen, der Topografie und der meteorologischen Situation. Es gibt hier weder Föhntäler noch steppenartige, südexponierte Hänge wie etwa im Wallis oder im Jura. Im Winter, wenn im Süden trotz tieferer Temperaturen oft Waldbrände wüten, ist die Sonneneinstrahlung bei uns schwach. Es ist oft neblig, also feucht, auch wenn keine Niederschläge fallen. Der Kanton Zürich ist folglich kein typischer «Waldbrandkanton».

Dennoch sind Wald- und Flurbrände auch im Kanton Zürich nicht ausgeschlossen. Bei Trockenheit beurteilt die Abteilung Wald des Amts für Landschaft und Natur (ALN) laufend die Situation in den Wäldern. Herrscht Waldbrandgefahr, kann das ALN in Absprache mit der Kantonale Führungsorganisation (KFO) Warnungen ausgeben. Bei grosser Gefahr kann das ALN Feuerverbote im Wald oder in Waldesnähe erlassen. Ein generelles Verbot, irgendwo im Freien, also auch ausserhalb des Waldes, Feuer zu entfachen, können hingegen nur die Gemeinden auf dem eigenen Gemeindegebiet oder der Chef der KFO in Absprache mit dem Regierungsrat auf dem ganzen Kantonsgebiet erlassen.

Informationen zur aktuellen Waldbrandgefahr und zum richtigen Verhalten:

Im Wald ist stets Vorsicht im Umgang mit Feuer und Flammen geboten. Feuer sollten nur in befestigten Feuerstellen entfacht werden.