Landwirtschaft

Länger anhaltende Trocken- und Hitzephasen während der Vegetationsperiode sind für die Zürcher Landwirtschaft eine Herausforderung. Einzelne Kulturen reagieren sehr sensibel darauf. Ertrags- und/oder Qualitätseinbussen sind die Folge.

Für den Rebbau sind warme und trockene Perioden in der Regel von Vorteil.

Im Pflanzenbau treten bei Trockenheit zwar weniger Pilzkrankheiten auf, was einigen Kulturen Vorteile verschafft. Dafür treten vermehrt Insekten als Schädlinge auf (z.B. Kartoffelkäfer, Thripse oder Blattläuse). Auch einige wenige Ackerkulturen können bei Trockenheit im Vorteil sein. Für andere, beispielsweise Kartoffeln, ist eine kontinuierliche Wasserversorgung zur Ertrags- und Qualitätssicherung erforderlich.

Auch in der Milchwirtschaft und der Viehzucht kann Trockenheit zum Problem werden, da das Futtergras langsamer und weniger üppig wächst und die Tiere einen grösseren Flüssigkeitsbedarf haben.

Gemüse- und Beerenproduzenten verfügen in der Regel über Bewässerungsanlagen. Sie können eine Trockenperiode mittels künstlicher Beregnung überbrücken. Trotzdem sind im auch Gemüsebau Qualitätseinbussen keine Seltenheit.

Der grösste Teil der Landwirtschaftsflächen im Kanton sind allerdings von natürlichem Niederschlag abhängig. Bei ausgeprägter Trockenheit kann eine Notbewässerung das Überleben landwirtschaftlicher Kulturen ermöglichen. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) überträgt darum bei anhaltender Trockenheit den Gemeinden die Kompetenz, vorübergehend Wasserentnahmen aus den grossen Seen und Flüssen zu bewilligen, um landwirtschaftliche Kulturen zu bewässern. Für diese Notbewässerungen können Landwirte bei den Gemeinden um eine befristete Bewilligung ersucht (siehe auch Bewässerung).