Trockenheit

Der Kanton Zürich liegt in einer wasserreichen Klimazone. Die Natur speichert grosse Wassermengen in Seen, Flüssen und im Untergrund. Sie übersteht dadurch auch längere Trockenperioden problemlos. Auch unsere Infrastruktur ist gut darauf vorbereitet. Die Trinkwasserversorgung im Kanton Zürich ist stets sichergestellt – dank einer guten überregionalen Vernetzung und dem Zürichsee, unserem fast unerschöpflichen Trinkwasserreservoir.

Dennoch können längere Trockenperioden auch im Kanton Zürich herausfordernd sein. Diese Website gibt ihnen dazu eine Reihe von Hintergrundinformationen.

Bei länger anhaltenden Trockenperioden finden Sie unten einen Bericht zur aktuellen Lage. 

Trotz reichen Wasservorkommen gilt auch bei uns:  

Wasser ist ein kostbares Gut. Gehen Sie stets verantwortungsvoll damit um.

Aktueller Lagebericht vom 14. August 2018

Im Kanton Zürich herrscht wegen der lange anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen grosse Waldbrandgefahr. Die Regenfälle vom Montag und Dienstag waren lokal zwar ergiebig, über das gesamte Kantonsgebiet betrachtet brachten sie jedoch keine nachhaltige Entspannung. Darum gilt weiterhin im ganzen Kantonsgebiet ein striktes Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe. Es ist ein Sicherheitsabstand von 200 Metern zu den Waldrändern einzuhalten. Dieses Verbot gilt ausdrücklich auch für bestehende, eingerichtete Feuerstellen bei Picknick- und Spielplätzen, für Gas- und Elektrogrills sowie für Cheminées in Waldhütten. Die zuständigen Fachleute beobachten die Entwicklung weiterhin aufmerksam.

Gewisse Gemeinden haben aufgrund der lokalen Gefahrenlage ein generelles Feuerverbot auf ihrem Territorium angeordnet. Kontaktieren Sie die betreffende Gemeinde, um weitere Informationen zu einem allfälligen generellen Feuerverbot zu erhalten.

Aufgrund der geringen Niederschläge der letzten Wochen sind die Abflussmengen vieler Fliessgewässer im Kanton Zürich im Vergleich zu den letzten Jahren als sehr tief einzustufen. In zahlreichen Bächen und kleinen Flüssen mussten die Fische deshalb bereits abgefischt und in wasserreichere Gewässerabschnitte umgesiedelt werden. Die Regenfälle der letzten Tage haben die Pegel zwar leicht ansteigen lassen, diese werden aber innert ein bis zwei Tagen wieder auf das vorherige Niveau absinken. Für eine dauerhafte Verbesserung der Situation braucht es weitere und länger anhaltende Regenfälle.

Die Wassertemperaturen haben in manchen Fliessgewässern zuletzt Werte erreicht, die für Fische kritisch sind. Nun haben die Temperaturen der Seen und der grossen Fliessgewässer vermutlich ihre Höchstwerte erreicht und werden in den nächsten Tagen tendenziell sinken. Die Entwicklung wird aber nur zögerlich vor sich gehen und stark von der weiteren Wetterentwicklung abhängen.

Die anhaltende Trockenperiode ist für landwirtschaftliche Kulturen seit einigen Wochen ein ernsthaftes Problem. Deshalb hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) den Gemeinden bereits am 24. Juli die Kompetenz übertragen, Wasserentnahmen aus grossen und leistungsfähigen Gewässern für landwirtschaftliche Bewässerungen zu bewilligen. Dabei handelt es sich um die folgenden Gewässer: Zürich-, Greifen- und Pfäffikersee sowie Rhein, Thur, Limmat, Sihl, Reuss und Glatt. Weitere Informationen zum Thema Bewässerung finden Sie hier