Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung

Meilensteine

Ein Projekt mit Vorgeschichte: 1978 – 2007

1978: Ein Thur-Hochwasser verursacht einen Dammbruch in Frauenfeld mit einer Schadensumme von rund 8,6 Mio. Franken an Gebäuden und Kulturland.

Das Hochwasser von 1978 war der Auslöser für eines der grössten Hochwasserschutz-Projekte im Kanton Zürich.

1980: 1. Ausbauprojekt – ein Sanierungsplan im technisch-rationalen Geist von damals – findet keine Zustimmung und wird zurückgezogen.

1982: 2. Ausbauprojekt – zu wenig Akzeptanz, Teile der Bevölkerung wünschen weniger Ökologie. Das Projekt wird zurückgezogen.

1993: Motion Kantonsrat Richard Stucki.

Der Regierungsrat soll in Zusammenarbeit mit den Anstössergemeinden und den Grundeigentümern in Anlehnung an die Auenverordnung des Bundes eine Kreditvorlage ausarbeiten. Dies mit u.a. folgenden Bedingungen: keine Überschreitung des vom Bund festgelegten Perimeters, Gewährleistung des Hochwasserschutzes für Kulturland ausserhalb des Perimeters, keine Beeinträchtigung der Qualität der Trinkwasserfassungen, weitgehende Beibehaltung der genutzten Landwirtschaftsflächen.

Überschwemmung in Ellikon am Rhein, 1999

1999: Freigabe Projektierungskredit und Beginn der Projektierung.

Bildung einer Begleitkommission unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Meier (Delegierter des Regierungsrates).

Ellikon am Rhein wird vom Hochwasser überschwemmt.
Grosse Schäden im Dorf und am umliegenden Kulturland.

2002: Öffentliche Auflage des Projekts «Hochwasserschutz
und Auenlandschaft Thurmündung».

2005: Der Regierungsrat setzt das Projekt mit Gesamtkosten von rund 52 Mio. Franken fest.  Es geht kein einziger Rekurs ein.

2006: Der Kantonsrat genehmigt den Kreditantrag mit dem eindrücklichen Ergebnis von 164:0 Stimmen.

Bauarbeiten 1. Etappe: 2008 – 2011

Hochwasserschutz für Ellikon am Rhein und das Flaacherfeld, Beobachtungs- und Erholungseinrichtungen sowie Revitalisierung der Thur und des Auengebiets westlich der Ellikerbrücke und bei Wolau, Bodenverbesserungen im Flaacherfeld, Bau Naturzentrum Thurauen, Einrichten Informations- und Orientierungssystem sowie Erlebnisweg.

Bilder 1 - 4 von 4
Bilder 1 - 4 von 4

2012 – 2013

Ökologische Aufwertungen in den Gebieten Schöni, Schönigraben, Ellikon und Rhyhof.

Projektverantwortlich: AXPO Auftraggeber: Kraftwerke Eglisau-Glattfelden AG

Südlich von Ellikon: Gestaltung Flachufer.

Bauarbeiten 2. Etappe: 2012 – 2017

Hochwasserschutz Eggrank, Engihäuli und Neugrüt, Beobachtungs- und Erholungseinrichtungen sowie Revitalisierung der Thur und des Auengebiets östlich der Ellikerbrücke, weitere landwirtschaftliche Bodenverbesserungen im Flaacherfeld.

Bilder 1 - 6 von 6
Bilder 1 - 6 von 6