Hochwasserrückhalt

Früher bahnte sich das Wasser seinen Weg ungehindert. Heute beansprucht der Mensch immer mehr Raum für sich und verweist das Wasser in enge Grenzen. Oft zu enge, wie Erfahrungen bei Hochwasser zeigen. Es drohen Überschwemmungen mit verheerenden Schäden. Um diese zu verhindern, ist das AWEL für verschiedene Schutzmassnahmen besorgt. Bewährt haben sich dabei Hochwasserrückhaltebecken, denn diese sind in der Lage Hochwasserabflüsse zu drosseln. 

Kulturschäden innerhalb eines Hochwasserrückhaltebeckens

Entstehen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen innerhalb eines kantonalen Hochwasserrückhaltebeckens Kulturschäden, haben betroffene Landwirte Anspruch auf eine angemessene Entschädigung. Die Entschädigung wird über Dienstbarkeitsverträge zwischen dem Kanton und den privaten Grundeigentümern geregelt. 

Als Grundlage für die Berechnung der Entschädigung gelten die jährlich aktualisierte Wegleitung für die Schätzung von Kulturschäden des Schweizerischen Bauernverbandes und für allfällige Maschinenkosten die Ansätze der Agroscop Reckenholz-Tänikon ART. 

Der durch ein Hochwasser verursachte Schaden muss möglichst rasch nach dem Ereignis durch einen Schätzer des praxisorientierten Kompetenzzentrums für landwirtschaftliche Aus- und Weiterbildung Strickhof beurteilt werden (Tel. 058 105 98 00).