Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat

Einlaufbauwerk

Das Einlaufbauwerk weist zwei Wehrfelder mit fester Schwelle und aufgesetzten, luftgefüllten Schlauchwehren auf. Wenn die Pegelmessgeräte am Oberlauf der Sihl das Überschreiten der vordefinierten Pegelstände melden, wird die Luft in den Schlauchwehren automatisch schrittweise abgelassen. Der Anspringpunkt ist bei einem Abfluss von 250 Kubikmeter pro Sekunde Wasser in der Sihl geplant. Ab dieser Was­sermenge würde Sihlwasser durch den Entlastungsstollen in den Zürichsee umgeleitet. Zum Vergleich: Beim Hochwasser 2005 betrug der maximale Abfluss in der Sihl 290 Kubikmeter pro Se­kunde.
Sobald die Sihl oberhalb des Einlaufs mehr als 350 Kubikmeter Wasser pro Sekunde führt, werden die Schläuche komplett abgelegt. Bei einem Hochwasser mit einer Abflussmenge von 600 Kubikmeter pro Sekunde würden rund 330 Kubikmeter pro Sekunde durch den Stollen in den Zürichsee umgeleitet. Die ma­ximale Kapazität des Stollens würde rund 400 Kubikmeter pro Sekunde betragen. Nach heutigen Erkenntnissen würde etwa alle 20 Jahre Sihlwasser durch den Entlastungsstollen fliessen.  

Die Länge des Einlaufbauwerks beträgt rund 100 Meter. Nach seiner Fertigstellung werden an der Sihl vor allem noch die Tauch­wand und die mit einem Rechen versehene Einlauföffnung sicht­ bar sein. Die sorgfältige Gestaltung der sichtbaren Teile des Bau­werks erfolgt in Zusammenarbeit mit Fachleuten für Architektur und Landschaftsgestaltung.