Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat

2005: Grosses Hochwasser beim Zusammenfluss von Sihl und Limmat in der Stadt Zürich

In den letzten 30 Jahren gab es in der Schweiz auffällig viele Extremwetterlagen und Hochwasser. Mit den häufigeren und intensiveren Ereignissen, vermutlich als Folge des Klimawandels, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Extremhochwassers. 2005 entging die Stadt Zürich nur knapp grossen Hochwasserschäden. Seither hat der Kanton Zürich den Hochwasserschutz laufend verbessert. Zudem wurde im breit abgestützten Projekt «Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat» eine langfristige Lösung erarbeitet.

Entlastungsstollen als langfristige Lösung

Im Oktober 2017 hat der Regierungsrat beschlossen, den Hochwasser-Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil weiter zu projektieren. Zur Wahl stand auch eine Hochwasserableitung aus dem Sihlsee in den oberen Zürichsee durch die Druckleitung des Etzel-Pumpspeicherkraftwerks (Kombilösung Energie).

Der zwei Kilometer lange Entlastungsstollen Thalwil soll Hochwasserspitzen der Sihl in den Zürichsee überleiten und so das untere Sihltal und Zürich vor Extremhochwasser schützen. Er würde rund 130 Millionen Franken kosten und wäre frühestens 2023 fertiggestellt.