Radon

Aktuell: Revision der Strahlenschutzverordnung für besseren Radonschutz

Mit der Revision der Strahlenschutzverordnung (StSV, SR 814.501) wird der Schutz vor Radon verbessert. Das Merkblatt „Was ist neu im Bereich Radon“ des Bundesamts
für Gesundheit (BAG) enthält die Neuerungen, die wichtigsten sind hier zusammengestellt.

Die revidierte Strahlenschutzverordnung ist am 1. Januar
2018 in Kraft getreten.

  • Die bisher erlaubte maximale Konzentration von Radon in Wohn- und Aufenthaltsräumen von bisher 1000 Bq/m3 wurde auf 300 Bq/m3 gesenkt.
  • Die Baubewilligungsbehörden sind ab 1. Januar 2020 verpflichtet, Bauherrschaften über die Radonproblematik und radonsicheres Bauen bzw. Umbauen zu informieren. Neu- und Umbauten erfolgen nach Stand der Technik, um Radonbelastungen von mehr als 300 Bq/m3 zu vermeiden. Vom BAG ausgebildete Radonfachpersonen
    Bauherrschaften über vorsorgliche bauliche Massnahmen zum Schutz vor Radon bei Neubauten, sowie über Sanierungsmöglichkeiten bestehender Gebäude.
  • Der Kanton sorgt dafür, dass in allen Schulen, Kindergärten und weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen Radonmessungen durchgeführt werden. Bei einer allfälligen Überschreitung der maximal erlaubten Radonkonzentration von 300 Bq/m3 muss eine Radonsanierung durchgeführt werden. Im Faktenblatt "Radonmessungen in Schulen, Kindergärten und weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen" sind die wichtigsten Informationen zum Thema Radon, den gesetzlichen Grundlagen und der Durchführung der Radonmessungen im Kanton Zürich zusammengefasst.
  • Der Radonschutz bleibt grundsätzlich in der Verantwortung des Gebäudebesitzers oder der Gebäudebesitzerin. Die Kantone sind jedoch verpflichtet, bei einer allfälligen Überschreitung der maximal erlaubten Radonkonzentration von 300 Bq/m3 eine Sanierung unter Berücksichtigung der Dringlichkeit (gemäss der „Wegleitung Radon“, verfügbar ab Februar 2019) anzuordnen.       
  • Rechtsgültige Radonmessungen können nur durch vom BAG anerkannte Messstellen durchgeführt werden. Diese sind verpflichtet, die Messungen nach einheitlichen Messprotokollen für Wohnräume, Schulräume oder Arbeitsplätze durchzuführen. Damit wird eine hohe Qualität und Vergleichbarkeit der Messungen sichergestellt.

Aktuelle Aktivitäten des AWEL

Das AWEL hat die kantonsweite Messkampagne mit einer Erstinformation an alle Eigentümerinnen und Eigentümer entsprechender Gebäude im April 2018 gestartet.
Die Messungen werden regionsweise gestaffelt innerhalb der nächsten fünf Jahre durchgeführt. Der Ablauf der Messkampagne ist im kantonalen Flyer „Gesundheitsrisiko
Radon vermeiden - Messungen in Schulen und Kindergärten" beschrieben. Er enthält auch allgemein verständliche Informationen zum Thema Radon und zur Durchführung einer Radonmessung. Der gedruckte Flyer kann via radon@bd.zh.ch unter Angabe einer Lieferadresse und der Anzahl benötigter Exemplare kostenfrei bestellt werden.