Radon

Aktuell: Revision der Strahlenschutzverordnung für besseren Radonschutz

Mit der Revision der Strahlenschutzverordnung (StSV, SR 814.501) wird der Schutz vor Radon verbessert. Das Merkblatt „Was ist neu im Bereich Radon“ des Bundesamts für Gesundheit (BAG) enthält die Neuerungen, die Wichtigsten sind hier zusammengestellt.

Die revidierte Strahlenschutzverordnung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft.

  • Die bisher erlaubte maximale Konzentration von Radon in Wohn- und Aufenthaltsräumen von bisher 1000 Bq/m3 wird auf 300 Bq/m3 gesenkt.
  • Die Baubewilligungsbehörden sind verpflichtet, Bauherrschaften über die Radonproblematik und radonsicheres Bauen bzw. Umbauen zu informieren. Neu- und Umbauten erfolgen nach Stand der Technik, um Radonbelastungen von mehr als 300 Bq/m3 zu vermeiden. Vom BAG ausgebildete Radonfachpersonen beraten Bauherrschaften über vorsorgliche bauliche Massnahmen zum Schutz vor Radon bei Neubauten, sowie über Sanierungsmöglichkeiten bestehender Gebäude.
  • Der Kanton sorgt dafür, dass in allen Schulen, Kindergärten und weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen Radonmessungen durchgeführt werden. Bei einer allfälligen Überschreitung der maximal erlaubten Radonkonzentration von 300 Bq/m3 muss innerhalb von drei Jahren saniert werden.
  • Der Radonschutz bleibt grundsätzlich in der Verantwortung des Gebäudebesitzers oder der Gebäudebesitzerin. Die Kantone sind jedoch verpflichtet, bei einer allfälligen Überschreitung der maximal erlaubten Radonkonzentration von 300 Bq/m3 eine Sanierung unter Berücksichtigung der Dringlichkeit (gemäss der „Wegleitung Radon“, Teil 1 verfügbar ab März 2018) anzuordnen.
  • Rechtsgültige Radonmessungen können nur durch vom BAG anerkannte Messstellen durchgeführt werden. Diese sind verpflichtet, die Messungen nach einheitlichen Messprotokollen für Wohnräume, Schulräume oder Arbeitsplätze durchzuführen. Damit wird eine hohe Qualität und Vergleichbarkeit der Messungen sichergestellt.

Aktuelle Aktivitäten des AWEL

Das AWEL erstellt derzeit ein Konzept zur Messung von Radon in allen Schulen, Kindergärten und weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen im Kanton Zürich innerhalb der nächsten fünf Jahre. Zudem es lässt Unterrichtsmaterial zum Thema Radon erarbeiten, um in Berufsschulen bei Schülerinnen und Schülern des Baugewerbes das Wissen zur Radonproblematik und zum Radonschutz zu verbreiten.