Geförderte Projekte

PP8: PlusEnergieBau mit PV-Fassade

Mehrfamilienhaus-Sanierung mit «unsichtbarer» Photovoltaik-Fassade und Batteriespeicher

Das Wohn- und Geschäftshaus an der Hofwiesenstrasse 22 in Zürich wurde umfassend erneuert. Dabei waren zwei Fragen wichtig: Erstens, wie sieht ein praxistaugliches, wirtschaftliches und ästhetisch ansprechende Fassaden-verkleidungsystem mit PV-Paneelen aus? Durch die Modularität sollte das System zukünftig bei beliebigen Gebäuden sowohl im Neubau als auch bei Sanierungen eingesetzt werden können. Zweitens, wie kann ein möglichst hoher Eigenverbrauch des erzeugten Stroms wirtschaftlich erreicht werden?  Hier interessierte vor allem die dank einer Batterie und intelligentem Lastmanagement angestrebte Optimierung des PV-Eigenstromverbrauchs für Heizung, Warmwasser, Gebäudetechnik, Büro- und Haushaltstrom inkl. Lastverschiebung auf Gebäude- und Quartierstufe.

Haupterkenntnisse in Kürze:

  • Das Projekt zeigt auf, wie aktive Glasfassaden bei Sanierungen und Neubauten wirtschaftlich und mit hohen ästhetischen Ansprüchen umgesetzt werden können.
  • Die Photovoltaik produziert über die Fassaden (vor allem Ost, Süd und West) einen konstanteren Ertrag über den Tag, wie auch übers Jahr verteilt. Die Kombination von Fassade und Dach ergeben ein recht ausgeglichenes Produktionsprofil.
  • Die gestalterische Freiheit für die „aktive Glasfassade“ (unterschiedliche Formate, freie Form, verschiedenen Farben und Textur, etc.) nimmt laufend zu, bei gleichzeitig sinkenden Investitionskosten.
  • Ziel des Projekts war es unter anderem einen hohen Eigenverbrauch zu erreichen. Im 1. Messjahr (2017+) betrug der Eigenverbrauchsanteil 38.6% und der Autarkiegrad 33.5%. Im 2. Messjahr (2018+) mit Batterie lag der Eigenverbrauchsanteil bei 67.5% und der Autarkiegrad bei 57.4%.
  • PlusEnergieBauten mit Batterien können zur Netzstabilität auf Quartierebene beitragen.