Geförderte Projekte

PP5: Batteriespeicher REFH

Batteriespeicher für Reiheneinfamilienhaus mit Photovoltaik

Die Steigerung der Energieproduktion aus erneuerbaren Energiequellen ist eine wichtige Komponente zur Transformation hin zu einem nachhaltigen Energiesystem. Eine Möglichkeit ist die dezentrale Strom-produktion mit Photovoltaikanlagen auf Hausdächern. Da Photovoltaikanlagen nur tagsüber und bei genügend Einstrahlung Energie produzieren, wird meist nur ein Teil
direkt vor Ort verbraucht. Die überschüssige Energie wird ins Stromnetz des lokalen Energieunternehmens eingespeist. Aus Kostengründen und zur Entlastung des Stromnetzes ist es sinnvoll, einen hohen Eigenverbrauchsanteil des selbst produzierten Stromes anzustreben. Im Pilotprojekt wurden die für eine Tagesspeicherung ausgelegte Dimensionierung des Batteriespeichers, die dadurch ermöglichte Erhöhung des Eigenstromverbrauchs sowie Fragen der Wirtschaftlichkeit des Batteriespeichers im Zusammenhang mit der bereits bestehenden PV-Anlage untersucht.

Haupterkenntnisse in Kürze:

  • Die prinzipiellen Zusammenhänge zur Voraussage von Eigenverbrauchs- und Autarkiegrad konnten bestätigt werden. Die verfügbaren Prognosehilfsmittel können deshalb zur Dimensionierung von PV-Anlagen und Batteriespeichern genutzt werden.
  • Die Erhöhung des Eigenverbrauchsgrades ist empfehlenswert, da der ins Netz eingespeiste Solarstrom im EKZ-Gebiet nur mit rund 6.7 bis 8.0 Rp./kWh entschädigt wird.
  • Die Batteriekapazität muss auf den konkreten Anwendungsfall optimiert werden. Grössere Speicherkapazitäten bringen keine zusätzlichen Vorteile und verschlechtern die Wirtschaftlichkeit.
  • Mit schweizerischen Strompreisen und Batteriekosten von CHF 750 - 1000 pro kWh (Ende 2017) sind Batteriespeicher heute noch nicht wirtschaftlich betreibbar. Mit sinkenden Batteriekosten und dynamischen Strompreise mit z.B. Hochtarif in der Nacht können Batteriespeicher aber schon in wenigen Jahren interessant werden.