Koexistenz GVO-Anbau

Erarbeitung einer Regelung der Koexistenz des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen und nicht gentechnisch veränderten Pflanzen in der Schweizer Landwirtschaft

Unter Koexistenz wird das Nebeneinander des Anbaus von GVO und nicht-GVO in der Landwirtschaft verstanden. Bis zur Erarbeitung einer Regelung zur Koexistenz, hat die Regierung im 2005 ein Moratorium für den Anbau von GVO in der Bundesverfassung festgeschrieben. Dieses ursprünglich für fünf Jahre geplante Moratorium hat der Bundesrat unterdessen bis 2021 verlängert.

In seiner Botschaft vom 29. Juni 2016 zur Verlängerung des Moratoriums und der Integration der Resultate des NFP 59 und GVO-Anbaugebiete, schlägt der Bundesrat dem Nationalrat vor, GVO-Kulturen nur in speziell geschaffenen sogenannten GVO-Anbaugebieten zuzulassen. Diese GVO-Anbaugebiete sollen auf Begehren von Landwirten geschaffen werden, die als Produktionseinheit GVO-Sorten anbauen wollen. Durch die Zusammenfassung der Produktion sollen spezifische Produktionsketten gebildet und auf diese Weise die Gefahr einer unbeabsichtigten Vermischung von GVO- und GVO-freien Produkten verringert sowie die Rückverfolgbarkeit erleichtert werden. Ausserdem wird für die GVO-Produzenten des Kollektivs die Ausübung der Koexistenz erleichtert. Der Inhalt der Verordnung soll gemäss einer Medienmitteilung des BAFU zu einem späteren Zeitpunkt definiert werden. 

Studien des Kantons Zürich

Im Rahmen des NFP 59 zur rechtlichen Regulierung und praktischen Umsetzung der Koexistenz im Nutzpflanzenbereich hat die Sektion Biosicherheit Datengrundlagen aufgearbeitet. Das Projekt wurde zusammen mit der Universität St. Gallen und dem Amt für Umweltschutz des Fürstentums Liechtenstein realisiert.