Bewilligungen Freisetzungsversuche mit GVO

Freisetzungsversuche

Freisetzungsversuch in einem Feld

Bewilligungsgesuche für Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten oder pathogenen Organismen sind beim BAFU einzureichen. Auf der Homepage des BAFU sind Auskünfte über Anforderungen, Stand der Verfahren und Behördenentscheide zu den Bewilligungsgesuchen zu finden.

Nicht vertrauliche Akten zum Bewilligungsgesuch liegen während 30 Tagen beim BAFU und in der Gemeinde, in welcher der Versuch stattfinden soll, zur Einsicht auf. Während dieser Zeit kann jede Person Stellung nehmen (Art. 36 FrSV).

Das BAFU unterbreitet das Gesuch folgenden Fachstellen zur Stellungnahme (Art. 37 FrSV):

  • BAG, BLV, BLW
  • EFBS, EKAH
  • Fachstelle des betroffenen Kantons: Im Kanton Zürich ist dies die Sektion Biosicherheit (SBS) des AWEL.

Das BAFU überwacht die Durchführung von Freisetzungsversuchen. Es kann zu diesem Zweck eine Begleitgruppe einsetzen, in welcher insbesondere die Fachstelle des Kantons, d.h. die SBS, Einsitz nehmen kann (Art. 41 FrSV).

Die SBS koordiniert das Notfallkonzept (Prävention).

Das BAFU hat folgende Freisetzungsversuche mit Durchführung im  Kanton Zürich bewilligt:

  • Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem Weizen an der Versuchsstation Eschikon in Lindau (B00003: 2004-2005), abgeschlossen.
  • Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem Weizen an der Agroscope Reckenholz  (B07001: 2008-2011, B07002: 2008-2010, B07004: 2008-2010), abgeschlossen.
  • Freisetzungsversuch der Universität Zürich mit gentechnisch verändertem Weizen auf der "Protected Site" der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz (B13001: März 2013 - August 2018 ).
  • Freisetzungsversuch der Agroscope Reckenholz mit gentechnisch veränderten Kartoffellinien auf der "Protected Site" der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz (B14001: 2015 - 2020).
  • Freisetzungsversuch der Agroscope mit einer gentechnisch veränderten Apfelbaumlinie mit verbesserter Resistenz gegen Feuerbrand auf der "Protected Site" der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz (B15001: 2016-2021), Gesuch teilweise bewilligt am 29.04.2016.
  • Freisetzungsversuch des Instituts für Nachhaltigkeitswissenschaften, Agroscope, mit gentechnisch veränderten Weizenlinien mit erhöhtem Ertragspotential auf der "Protected Site" der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz (B16001: 2016-2022). Gesuch bewilligt am 27.10.2016.

"Protected Site"

Das Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung Agroscope betreibt seit Frühling 2014 am Standort Reckenholz (Stadt Zürich) einen geschützten Versuchsstandort, die "Protected Site".

Die "Protected Site" steht Forschenden aus der Schweiz für Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen offen.

Agroscope stellt die agronomische Betreuung sowie die technische und wissenschaftliche Koordination der Versuche sicher. Das 3 Hektaren grosse Versuchsfeld ist umzäunt und bewacht, um die Versuche vor Zerstörung zu schützen.

Auf der "Protected Site" finden momentan vier Freisetzungsversuche statt:

  • Freisetzungsversuch der Universität Zürich mit gentechnisch verändertem Weizen (siehe oben B13001).
  • Freisetzungsversuch der Agroscope Reckenholz mit gentechnisch veränderten Kartoffeln (siehe oben B14001).
  • Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Apfelbäumen mit verbesserter Resistenz gegen Feuerbrand (siehe oben B15001).
  • Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Weizenlinien mit erhöhtem Ertragspotential (siehe oben B16001).