Gentechnisch veränderte Organismen (GVO)

Nutzen und Gefahren  gentechnisch veränderter Organismen (GVO) werden sehr kontrovers diskutiert. Es treffen verschiedene Werthaltungen aufeinander, die unterschiedliche Erwartungen an die Behörden auslösen.

Der Gesetzgeber unterscheidet den Umgang mit GVO in geschlossenen Systemen, wie beispielsweise in Forschungslaboratorien der Hochschulen und Biotechunternehmen (siehe Biosicherheit in Betrieben) und den Umgang mit GVO in der Umwelt (offene Systeme)

Der Umgang mit GVO in der Umwelt wird in der Freisetzungsverordnung geregelt. Es geht dabei einerseits um Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP), andererseits um das Inverkehrbringen von GVO, d.h. beispielsweise das Verkaufen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln oder Medikamenten oder den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Noch unklar sind genaue Regelungen der Koexistenz von GVO und nicht GVO. Im Bereich Monitoring von GVO wird von Bund und Kantonen Aufbauarbeit geleistet.

Aktuell

Gesuch um Bewilligung eines Freisetzungsversuchs mit gentechnisch veränderten Linien der Gerste mit verbesserter Resistenz gegen phytopathogenen Pilzen bewilligt

Das Gesuch wurde am 12. Juni 2019 bewilligt (siehe hier). 

Ziel des Versuchs ist die Überprüfung der Resistenz der transgenen Gerstenlinie gegen Pilzkrankheiten unter Feldbedingungen, Untersuchung allfälliger Auswirkungen des Transgens auf die Pflanze und die Abklärung von Biosicherheitsaspekten der Freisetzung von transgener Gerste.

Gesuchsteller ist das Institut für Pflanzen- und Mikrobiolgie der Universität Zürich.

Der Versuch findet auf der Protected Site der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz statt. Die Dauer des Versuchs ist vom Frühling 2019 bis Herbst 2023

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