Ressourceneffizienz

Was bedeutet Ressourceneffizienz?

Portemonnaie mit herausfliessenen Münzen
Ressourceneffizienz ist gut fürs Portemonnaie

Untersuchungen zeigen, dass die Kosten für Rohstoffe, Hilfs-, Betriebs- und Reini-gungsmittel mit Effizienzmassnahmen je nach Branche im Schnitt zwischen 5 und 25 Prozent reduziert werden können. Denn indem ein Betrieb unnötige Ausgaben für Energie, Wasser, Rohstoffe und Entsor-gungstätigkeiten vermeidet, verbessert er nicht nur seine wirtschaftliche Bilanz, sondern auch seine Umweltleistung.

Jeder Betrieb hat das Potenzial, seine Produktionsprozesse nach ökonomischen und ökologischen Grundsätzen zu
optimieren. Die entsprechenden Weichen kann er in jeder Phase der Wertschöpfung – Produktedesign, Herstellung, Vertrieb, Auslieferung und Kundennutzung –  stellen.

Kennzahlen, der Schlüssel zur Ressourceneffizienz

Handrad für Ventil

Der erste Schritt zur Effizienz heisst Kenn-zahlen (auch Indikatoren genannt). Beispiele für Kennzahlen sind der Wasser-verbrauch oder der Verbrauch an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen pro Zeiteinheit oder Erzeugnis. Ebenso sind Abwasser- und Abfallmengen und deren Kosten von Bedeutung. Ohne diese Zahlen bleiben verschwendete Rohstoffe, übermässige Verbräuche an Mitteln und unproduktive Standzeiten unbemerkt. Aus diesem Grund plant das AWEL, Sektion Betrieblicher Umweltschutz und Störfallvorsorge, künftig auch betriebliche Kennzahlen zu erheben.

Mit dem Erfassen von Kennzahlen ist allerdings noch wenig erreicht, sie sind nur der Anfang. Erst im Vergleich mit Benchmarks (Richtwerten), die aufzeigen, wieviele Kosten mit einer Massnahme eingespart werden können, können Kennzahlen zu Optimierungen führen. Führt man diesen Prozess aus Messen, Vergleichen, Planen und Optimieren kontinuierlich weiter, dann kann Ressourceneffizienz auch langfristig Früchte tragen.  

Veranstaltungen

Mit ÖKOPROFIT Schritt für Schritt zu mehr Ressourceneffizienz (16. Mai 2018, 13.30 - 17 Uhr mit anschl. Apéro)

Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) will Unternehmerinnen und Unternehmer im Kanton Zürich, die ihre Ressourceneffizienz verbessern möchten, unterstützen und die involvierten Akteure gleichzeitig besser miteinander vernetzen. Mit ÖKOPROFIT besteht ein für Unter-nehmen massgeschneidertes und etab-liertes Tool dazu. Das Kooperationsprojekt zwischen der regionalen Wirtschaft, der Verwaltung und externen Experten (Private Public Partnership) wurde im österreichischen Graz entwickelt und wird seit über 25 Jahren erfolgreich angewandt.

Möchten Sie zu den Schweizer Pionieren gehören und Ihre Ressourcenbilanz im Rahmen eines Pilotprojektes verbessern? Lassen Sie sich von Grazern ÖKOPROFIT-Spezialisten zeigen, wie das Projekt funktioniert und welche Vorteile Sie als Teilnehmer der ersten Stunde daraus ziehen können. Mehr Informationen erhalten Sie im April 2018. 

Der Anlass wird vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich in Zusammenarbeit mit ÖKOPROFIT Graz angeboten.

MEM-Betriebe auf dem Weg zu mehr Ressourceneffizienz (13. September 2017)

An der Halbtagung vom 13. September 2017 erhielten ProduktionsleiterInnen, Prozess-, QS- oder Umweltverantwortliche, EinkäuferInnen, EHS-Manager- und ProzesstechnikerInnen, (Verbands-)FachexpertInnen sowie Behörden-mitarbeitende Einblick in spannende Fallbeispiele und erfuhren aus erster Hand, wie kleine Schritte zu grossen, konkreten Erfolgen führen können. In einer moderierten Tischrunde konnten spezifische Anliegen und Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert werden.

Der halbtägige Anlass wurde organisiert vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich in Partnerschaft mit öbu, dem Verband für nachhaltiges Wirtschaften. 

Die Lebensmittelbranche und das Gastgewerbe auf dem Weg zu mehr Ressourceneffizienz (29. November 2017)

Am 29. November 2017 fand die zweite Halbtagung des Jahres zum Thema Ressourceneffizienz statt. Sie folgte dem gleichen Muster wie diejenige für die MEM-Industrie (s. oben), und erlaubte Praktikern aus der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie dem Gastgewerbe, sich über nachahmenswerte Fallbeispiele zu informieren und sich untereinander auszutauschen.  

Ressourceneffizienz in der Lebensmittelindustrie

Mann in Schutzkleidung legt Salatblätter auf ein Förderband zur Waschanlage hin
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Konkrete Beispiele liegen bereits für die wasserintensiven Gemüsewäschereien und -rüstereien, Saft- und Getränkehersteller, Obst- und Beerenverarbeiter und weitere Pflanzen verarbeitende Betriebe vor. Lesen Sie dazu „Cleaner Production im Beutel-salat“ und „Wassermanagement und Cleaner Production bei der Verarbeitung von pflanzlichen Rohstoffen“.