Klärschlammbehandlung

Klärschlammentsorgung und -verwertung im Kanton Zürich seit dem 1. Juli 2015

Die neue zentrale Klärschlammver-
wertungsanlage (KSV) auf dem Areal der Kläranlage Werdhölzli in Zürich wurde Mitte 2015 planmässig in Betrieb genommen. In ihr wird der gesamte im Kanton Zürich anfallende lokal gefaulte und entwässerte Klärschlamm (rund 100'000 Tonnen EKS/Jahr) mineralisiert.

Dank der zentralen Verwertung sinken die mittleren Verwertungskosten für Zürcher Klärschlamm um gut die Hälfte. Zudem wird nahezu 100 % des im Klärschlamm enthaltenen kostbaren Rohstoffs Phosphor in der produzierten Klärschlammasche (15'000 Tonnen/Jahr) konzentriert und steht nun für die zukünftige Rückgewinnung zur Verfügung. Zurzeit wird die Asche noch in einem Monokompartiment gelagert. Sobald im Projekt Phosphor Mining das optimierte Verfahren umgesetzt ist, kann Phosphor direkt aus der Klärschlammasche gewonnen werden.

Abklärungen zur Phosphor-Rückgewinnung aus der Klärschlammasche (Projekt Phosphor Mining im Kanton Zürich) erfolgen gemeinsam durch das AWEL mit der
Stiftung Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung (ZAR) in Hinwil und Zuchwil und der Stadt Zürich (ERZ) .

Jahresberichte Klärschlammverwertungsanlage Werdhölzli

Der Entscheid, den gesamten in züricherischen Abwasserreinigungsanlagen (ARA) anfallende kommunale Klärschlamm ab 1. Juli 2015 bis Ende 2035 der neuen zentralen Klärschlammverwertungsanlage (KSV) am Standort des Klärwerks Werdhölzli zuzuweisen und zu verwerten, wurde im Regierungsratsbeschluss vom 31. August 2011 (RRB 1035) gefasst. 

Darin wurde die Stadt Zürich zum Bau und dem Betrieb der KSV eingeladen. Weil die Stadt Zürich (ERZ) die Anlage auf eigene Kosten erstellt und betreibt, wurde sie im Regierungsratsbeschluss (RRB) auch zur vollen Offenlegung der Kosten verpflichtet. Die Stadt Zürich (ERZ) erstellt jährlich eine Kostenrechnung im Sinne von Art 32a USG (finanzielles Führungssystem) und legt diese den Vertragspartnern und der Baudirektion offen.  

In den periodisch erscheinenden Jahresberichten zur KSV wird die Kostenrechnung der KSV zusammenfassend präsentiert. Der im Kanton Zürich gültige Transportkostenausgleich für den Transport des gefaulten und entwässerten Klärschlamms ist nicht Bestandteil der Kostenrechnung KSV, sondern wird ausserhalb dieser in der Buchhaltung des ERZ abgebildet.  

Fragen zu Details der Kostenrechnung und zum Transportkostenausgleich werden von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) beantwortet.

Bisherige Jahresberichte stehen nach deren Prüfung auch in elektronischer Form (PDF) zur Verfügung.

Projekt Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche (Projektblätter Phosphor-Mining Kanton Zürich)

Detaillierte Informationen zum laufenden Projekt finden Sie in den periodisch erscheinenden Projektblättern zur Rückgewinnung von Phosphor aus der Klärschlammasche.

Die Baudirektion informiert regelmässig über den aktuellen Planungsstand der Klärschlammentsorgung im Kanton Zürich ab 2015 in Form von Klärschlamm-Agenden:

Fragen & Antworten zur Klärschlammverwertung im Kanton Zürich ab Mitte 2015

Die folgende Broschüre gibt Antworten auf wichtige und häufig gestellte Fragen (FAQs):

Infos zum Logistikkonzept & Transportkostenausgleich

Schlussbericht zum Logistikkonzept und Transportkostenausgleich - zukünftige Klärschlammverwertung im Kanton Zürich ab Mitte 2015 (November 2012), abgenommen vom Lenkungsausschuss am 30. November 2012: 

Mehr zum Thema

Klärschlamm ist ein Siedlungsabfall: Weitere Informationen zum Thema Klärschlamm finden sich beim Bundesamtes für Umwelt und beim Gewässerschutz des Kantons Zürich