Bewilligungen für Abfallanlagen

Jedes betriebliche Neu-, Umbau- oder Sanierungsprojekt muss umweltrechtlichen Anforderungen aus Bund, Kanton und Gemeinden Rechnung tragen. Welche Umweltaspekte von Bauten und Anlagen durch welche Fachstelle des AWEL bewilligt werden muss, ist im Anhang zur Bauverfahrensverordnung (BVV) festgelegt.

Seit dem 1. Juli 2005 können umweltrechtliche Bewilligungen in bestimmten Fällen direkt durch die Gemeinden erteilt werden. Private Fachleute, die vom AWEL und Branchenverbänden ausgebildet werden, unterstützen die Gemeinden, das AWEL und die Bauherren, indem sie Gesuche prüfen, Gesuchsteller beraten und Kontrollaufgaben übernehmen.

Abfallanlagen (abfallrechtliche Bewilligungen)

UVP-pflichtige Abfallbehandlungsanlagen, d.h. Anlagen die Abfälle sortieren, behandeln, verwerten oder verbrennen (z.B. Kehrichtverbrennungsanlagen, Kompostier- und Vergärungsanlagen, Shredderanlagen, etc.) und mit einer Behandlungskapazität von mehr als 10'000 t pro Jahr (für biogene Abfälle 5000 t pro Jahr, für thermische oder chemische Behandlungen 1000 t pro Jahr) arbeiten sowie Deponien und andere (z.B. Sonderabfallsammelstellen) benötigen gemäss § 4 des kantonalen Abfallgesetzes bzw. § 2 der Abfallverordnung abfallrechtliche Bewilligungen.

Dabei unterscheidet man zwischen der Errichtungsbewilligung (= Baubewilligung) und der Betriebsbewilligung. Bewilligungspflichtig sind auch Betriebe, die Elektro- und Elektronikabfälle zur Entsorgung entgegen nehmen.

Neben einer Errichtungs- und Betriebsbewilligung sind aber von Fall zu Fall auch weitere umweltrechtliche Bewilligungen nötig.

Die nötigen Bewilligungen für Abfallanlagen werden ausschliesslich vom AWEL erteilt.

Überblick über Betriebe, die eine umweltrechtliche Bewilligung benötigen?

Folgende Anlagen bzw. Betriebe brauchen eine umweltrechtliche Bewilligung: