Neue Karten zeigen Lichtemissionen im Kanton Zürich

02.04.2020 - Mitteilung

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Ausschnitt Lichtemissionen

Künstliche Beleuchtung macht die Nacht zum Tag und lässt den Sternenhimmel hinter einer «Lichtglocke» verschwinden. Dies wirkt sich negativ auf Menschen, Tiere und Pflanzen aus. Nächtliche Beleuchtung kann Schlafstörungen verursachen oder die Orientierung für nachtaktive Zugvögel erschweren. Satellitenbilder zeigen, dass die nächtliche Beleuchtung über die letzten Jahren zugenommen hat. Der Kanton Zürich stellt diese Satellitenbilder neu als frei verfügbare, detaillierte Karten zur Verfügung. Sie können als Grundlage für grossräumige planerische Massnahmen genutzt werden.

Anhand von Satellitendaten ist es möglich, die zeitliche Entwicklung der Lichtemissionen in den Weltraum in Form von Jahres- und Monatskarten über die letzten Jahre darzustellen. Diese Daten sind nun mit einer Pixelauflösung von 500 mal 500 Meter auf dem GIS-Browser des Kantons Zürich aufgeschaltet und stehen der interessierten Öffentlichkeit somit auf einfache Art und Weise zur Verfügung.

Die dargestellten Lichtemissionen basieren auf den Messungen des VIIRS-Sensors des Umweltsatelliten Suomi NPP im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts und im nahen Infrarot. Die verwendeten Daten werden von der Earth Observation Group (EOG) der amerikanischen «National Oceanic and Atmospheric Administration» aufbereitet und frei zugänglich zum Download zur Verfügung gestellt. Die Messungen erfolgen kontinuierlich. Für jede Nacht werden jedoch ausschliesslich Bereiche über wolkenfreien Arealen ausgewertet. Die Monats- und Jahreskarten enthalten somit – je nach Wetterlage – Daten aus unterschiedlich vielen Nächten. Erhöhungen der Lichtemissionen infolge Schneebedeckung des Bodens im Winter werden hingegen nicht korrigiert.

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