Der Kanton Zürich beschliesst Massnahmen zum Klimawandel

18.10.2018 - Medienmitteilung

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Hitzewellen und sommerliche Trockenphasen wie diesen Sommer nehmen mit dem Klimawandel genauso zu wie Starkniederschläge. Wenn wir den Ausstoss der Treibhausgase reduzieren und uns an die Folgen des Klimawandels anpassen, können wir solche Risiken vermindern und sich ergebende Chancen nutzen. Die Baudirektion hat daher zwei Massnahmenpläne festgesetzt. Sie bündeln die klimarelevanten Aktivitäten des Kantons und dienen dazu, die Herausforderungen des Klimawandels koordiniert anzugehen.

Durch den Klimawandel wird es wärmer und extreme Wetterereignisse nehmen zu. Die Auswirkungen sind auch im Kanton Zürich zu spüren. So kommt es im Sommer immer häufiger zu Hitzewellen, unter denen Gesundheit und Arbeitsproduktivität leiden. Es gibt auch mehr Phasen mit grosser Trockenheit wie diesen Sommer, die den landwirtschaftlichen Kulturen zusetzen. Wenn es regnet, fallen zunehmend intensivere Niederschläge, die vermehrt zu Überschwemmungen führen. Ursache für den Klimawandel ist der Ausstoss von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas durch menschliche Aktivitäten.

Treibhausgase vermindern, an Klimafolgen anpassen

Der Kanton ergreift Massnahmen, um den Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern. Gleichzeitig trifft er Vorkehrungen, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Zahlreiche Massnahmen wurden und werden bereits umgesetzt. So konnten beispielsweise die CO₂-Emissionen von Neubauten durch energierechtliche Vorgaben massgeblich reduziert werden. Der Hochwasserschutz wird laufend verbessert und der kantonale Trinkwasserverbund verhindert Engpässe während Trockenperioden. Noch sind wir aber deutlich von einem klimaneutralen Lebensstil entfernt. Und wir müssen uns nach und nach an die sich ändernden Klimabedingungen anpassen. Es sind also weitere Anstrengungen nötig. Dazu wurden zusätzliche Massnahmen definiert, die in den beiden Massnahmenplänen «Verminderung der Treibhausgase» und «Anpassung an den Klimawandel» gebündelt werden. Damit wird ein Legislaturziel des Regierungsrats erfüllt.

Globale Herausforderungen erfordern lokales Handeln

Der Klimawandel ist eine der grössten globalen Herausforderungen. Diese anzugehen, ist eine Aufgabe, die globales wie auch lokales Handeln erfordert. Mit seinen bisherigen Aktivitäten und den neuen Massnahmenplänen leistet der Kanton seinen Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Klimawandel.

Weitere Informationen: www.klima.zh.ch

Massnahmenplan «Verminderung der Treibhausgase»

Treibhausgase fallen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft an. Der Massnahmenplan umfasst Massnahmen in den Bereichen Verkehr, Wärmeerzeugung, Industrie bis hin zur Landwirtschaft und zur Abfallbehandlung. So werden zum Beispiel Empfehlungen erarbeitet, wie durch den vermehrten Einsatz von Holz als Bau- und Werkstoff Treibhausgase vermindert werden können. Auch soll im Rahmen von Pilotprojekten die Ergänzung von fossilen Heizungen mit einer kleinen Luft/Wasser-Wärmepumpe erprobt werden. Zudem werden Unternehmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz motiviert. Weitere Massnahmen zielen beispielsweise auf den Ausbau eines CO₂-armen Güterverkehrs oder auf die Information von Landwirten über Energieberatungsangebote.

Massnahmenplan «Anpassung an den Klimawandel»

Der Massnahmenplan hilft, mit den heutigen und künftigen Folgen des Klimawandels besser umzugehen. So wird die Bevölkerung beispielsweise bei Hitzewellen über geeignetes Verhalten informiert, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Mit Klimakarten wird aufgezeigt, wo Hitzeinseln in Städten entstehen. Dieses Wissen wird künftig in der Raumplanung und in der Stadtentwicklung berücksichtigt, um eine deutliche Verschlechterung des Lokalklimas zu verhindern. Weitere Beispiele sind das Monitoring und allenfalls die verstärkte Bekämpfung von schädlichen Tieren und Pflanzen, die sich aufgrund des Klimawandels stark ausbreiten, oder die Information von Landwirten über zukünftige Wasserverfügbarkeit und effiziente Bewässerungsmöglichkeiten.

(Medienmitteilung der Baudirektion)

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