Schiessanlagen

Schutzgüter

Schutzgut Boden

Symbolbild Schutzgüter

Im engsten Bereich um Kugelfang und Scheibenstand sind die Schwermetallbelastungen im Boden so hoch, dass die Konzentrationswerte für die Beurteilung der Sanierungsbedürftigkeit von Böden gemäss Altlasten-Verordnung für Blei regelmässig überschritten sind und der Standort deshalb eine Altlast ist. Deshalb sind Vor- und Detailuntersuchung nicht notwendig. Es erfolgt in der Regel direkt die Sanierungsuntersuchung.

Zum Schutz von Menschen und Tieren hat der Kanton Zürich bei Schiessanlagen bereits 1998 Massnahmen zur Gefahrenabwehr angeordnet und von den Gemeinden umsetzen lassen: Der am stärksten belastete Bereich wurde eingezäunt, in weniger stark belasteten Bereichen wurde die Nutzung eingeschränkt (z.B. Weideverbot, Verbrennung von Mähgut).

Schutzgüter Grundwasser und Oberflächengewässer

Die Belastungen von Schiessanlagen können das Grundwasser gefährden. Antimon ist sehr mobil und bereits geringe Gehalte im Trinkwasser sind für den Menschen gesundheitsgefährdend. Wenn ein Kugelfang in einer Grundwasserschutzzone oder in einem Grundwasserschutzareal liegt, kann die Trinkwassernutzung gefährdet sein. Deshalb wurden im Kanton Zürich bisher 27 Kugelfänge in Grundwasserschutzzonen bzw. Grundwasserschutzarealen saniert. Bei vier Kugelfängen, die nicht mehr in Betrieb sind, laufen noch zusätzliche Untersuchungen. Neben dem Grundwasser können auch Oberflächengewässer gefährdet sein.

Kugelfänge, die Gewässer beeinträchtigen können, müssen nach der Prioritätenordnung des AWEL untersucht werden. Das genaue Vorgehen ist in der Vollzugshilfe des AWEL "Altlastenbearbeitung bei Schiessanlagen" und im Leitfaden "Altlastenuntersuchung von Kugelfängen Sanierungsbedarf bezüglich Gewässer" beschrieben.