Kataster der belasteten Standorte

KbS in den Seen

Entlang den Seeufern sind landseitig Ablagerungs-, Betriebs- und Unfallstandorte im KbS eingetragen. Bis in die 1960er Jahre leiteten an Seen angesiedelte Betriebe wie zum Beispiel Gerbereien, Färbereien, Chemiebetriebe, Papierfabriken ihre Abfälle und Abwässer häufig unbehandelt in den See. Dadurch entstanden einerseits eine diffuse anthropogen verursachte Hintergrundbelastung und andererseits starke, punktuelle Verschmutzungen.

Belastete Standorte in den Seen sind im KbS bisher nicht systematisch erfasst worden, obwohl einzelne belastete Standorte im Zürichsee bereits untersucht und altlastenrechtlich beurteilt wurden. Um diese Lücke zu schliessen, hat das AWEL mit dem Projekt "KbS Seen" die belasteten Standorte in den Zürcher Seen identifiziert. Im Schlussbericht wird als Ergebnis festgehalten, dass in den Seesedimenten vielerorts Belastungen durch früher eingeleitete Abwässer und Abfälle zu finden sind. Diese Belastungen liegen jedoch mehrheitlich im tolerierbaren Bereich, welche für den Lebensraum See sowie die badende Bevölkerung keine Gefährdung darstellen. Ebenso kann der Zürichsee ohne Bedenken weiterhin als Trinkwasserreservoir genutzt werden. Nur an wenigen Standorten sind erhöhte Schadstoffkonzentrationen vorhanden. Die belasteten Standorte in den Seen sind neu im öffentlich einsehbaren KbS erfasst.

Von September 2008 bis Mai 2009 haben die Gemeinde Thalwil und die Baudirektion den Teerteppich auf dem Seegrund vor dem Strandbad Thalwil erfolgreich saniert. Weitere Sanierungen im Zürichsee stehen an. Die Sanierung der Ablagerungen am Seegrund vor Uetikon ist auf 2021 bis 2023 geplant.