Massnahmenplan Abfall- und Ressourcenwirtschaft 2019-2022

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Der Kanton Zürich kann auf eine 30-jährige gezielte Entwicklung seiner Abfallwirtschaft zurückblicken. Mit dem Abfallkonzept von 1989 wurde ein stabiler Grundstein für eine kontinuierliche und lückenlose Abfallplanung gelegt, bis ins Jahr 2019 und darüber hinaus. 

Im neusten Massnahmenplan für die Bereiche Abfall und Altlasten hält der Kanton Zürich in seiner rollenden Vier-Jahres-Planung am etablierten Denkansatz des «Urban Mining» fest. Dank einer optimierten Verwertung von Abfällen werden Rohstoffe geschont, die Umwelt entlastet und Deponieraum eingespart.

Der Massnahmenplan auf einen Blick

Mit einer gesamtheitlichen Betrachtungsweise legt der Massnahmenplan acht Handlungsfelder mit 73 Massnahmen fest.

Der vorliegende Flyer gibt dazu und zu den wichtigsten Elementen einen guten Überblick:  

Das Zielsystem des Massnahmenplans basiert auf vier Säulen

(1) Ressourcen schonen, Ressourcen nutzen

Klärschlamm-Asche, aus der Phosphor extrahiert werden soll

Abfall- und Ressourcenwirtschaft erzeugen nur Rohstoffe und Produkte, die in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden, und Stoffe, die zur eventuellen späteren Nutzung nachsorgefrei zur Seite gelegt werden können.

Nicht erneuerbare Ressourcen werden durch erneuerbare ersetzt. Erneuerbare Ressourcen werden nachhaltig genutzt.

(2) Ökoeffizienz und Energieeffizienz

Vergärungsanlage Werdhölzli, Stadt Zürich

Der ökologische Nutzen bei sich entwickelndem Stand der Technik soll unter Berücksichtigung des Aufwandes maximiert werden (Ökoeffizienz).

Die im Abfall enthaltene Energiemenge wird gemäss Stand der Technik in nutzbare Energie umgewandelt und genutzt(Energieeffizienz).

(3) Optimierte Entsorgungssicherheit

DHZ, Deponie Häuli in Lufingen

Entsorgungssicherheit ist gegeben, wenn die Abfälle innert nützlicher Frist umweltgerecht und gemäss dem Stand der Technik entsorgt werden können.

Entsorgungskapazitäten sind soweit notwendig zu definieren.

Logistik und Infrastruktur der Entsorgung werden laufend optimiert, die Anlagenkapazitäten sind nahe am effektiven Bedarf.

(4) Schutz von Umwelt und Bevölkerung

Im Rahmen von Bauvorhaben werden grosse Altlastenflächen dekontaminiert bzw. saniert.

Umwelt und Bevölkerung sollen vor negativ wirkenden Stoffen aus Entsorgung und Abfallverwertung – bei Risiken auch vorsorglich – geschützt werden.

Abfälle, die nicht verwertet oder zerstört werden können, werden gemäss dem Stand der Technik behandelt und prioritär im Inland nachsorgefrei (ohne umweltrelevante Emissionen in Luft, Wasser und Boden) abgelagert.

Schadstoffe sind in sichere (letzte) Senken zu lenken.