Littering

Massnahmen gegen Littering

Seit 2010 unterstützen wir die Gemeinden und Städte im Kanton Zürich schwerpunktmässig im Bereich Littering: Mittels Angeboten wie Expertenwerkzeuge, Gemeindeseminare, rechtlicher Beratung, dem Bereitstellen von Fachwissen aus Praxis und Forschung und der Schaffung von Netzwerken - unter anderem über interkantonale Bemühungen und Partnerschaften wie beispielsweise bei der Littering-Toolbox oder im Rahmen des «Runden Tisches Littering» des Bundesamts für Umwelt (BAFU). Dabei werden die bestehenden Angebot und Leistungen zum Vorteil der Gemeinden und von weiteren Akteuren/-innen laufend enger miteinander verknüpft, ausgebaut und inhaltlich verbessert.

Littering Toolbox

Die Littering-Toolbox ist eine Plattform für den Austausch von Massnahmen gegen Littering. Beispiele von realisierten Anti-Littering-Massnahmen werden gesammelt und so allen Interessenten frei zugänglich gemacht. Dadurch dient die Littering-Toolbox allen, die Littering bekämpfen wollen und auf der Suche nach Informationen und Erfahrungen sind. Auch können auf der Plattform durchgeführte Projekte gegen Littering eingereicht werden, so dass andere Interessenten von den Erfahrungen aus den Projekten profitieren können.

Saubere Veranstaltungen

Der Kanton Zürich engagiert sich über die Interessengemeinschaft «IG Saubere Veranstaltung» für saubere, abfallarme Events und unterstützt Mehrweg. Auf dieser Plattform finden Sie praktische Anleitungen, Tipps und Beispiele für die Organisation und Durchführung eines in jeder Hinsicht vorbildlichen Anlasses.

Die IG Saubere Veranstaltung ist ein Zusammenschluss von Kantonen, Städten und Gemeinden, die sich für saubere Veranstaltungen ohne Abfallberge und Littering einsetzen und neutrale Informationen abseits kommerzieller Interessen bieten.

Mehrwegsyssteme an Veranstaltungen

Was wir an öffentlichen Veranstaltungen einüben und vorleben hat Einfluss auf unser privates Freizeitverhalten und den Umgang mit öffentlichen Räumen. Veranstaltungen, die Abfall vermeiden, ihn so vermindern und Littering eindämmen, erhalten ein positives Image und sind bei immer mehr Städten und Sponsoren im Trend.

Als einfache und wirksame Prinzipien gegen die Abfallflut haben sich bei vielen Anlässen das Mehrwegsystem und die Minimierung der Verpackungen bei Esswaren durchgesetzt.

reCIRCLE

Einen grossen Anteil der Littering-bedingten Kosten in den Gemeinden werden durch Take-Away-Verpackungen verursacht. Eine Möglichkeit, dies zu verhindern und gleichzeitig weniger Ressourcen zu verbrauchen, bietet reCIRCLE: ein nationales Mehrwegsystem für weniger Verpackung in der Unterwegsverpflegung.

2016 wurde das Mehrwegsystem schweizweit lanciert. Ziel von reCIRCLE ist es, Abfall zu vermeiden und Ressourcen zu schonen – fast ohne Aufwand. Hungrige kaufen bei einem Partner-Take-Away von reCIRCLE ihr Essen und zahlen für die reBOX 10 Franken Depot. Nach dem Essen kann die reBOX an jedem reTakeaway abgegeben werden. Die 10 Franken werden ausgezahlt oder gegen eine saubere Box getauscht. Das Takeaway wäscht die reBOX und bringt sie wieder in den Kreislauf.  

Mustervertrag für Gratiszeitungen (anonymisiert)

Zwischen Städten/Gemeinden und Gratiszeitungen gibt es im Zusammenhang mit Littering schon verschiedene Ansätze.

Das Bundesamt für Umwelt bietet mit einem anonymisierten Mustervertrag inklusive Pflichtenheft für die Gratiszeitung-Verlage bzw. -Verteiler eine Orientierungshilfe für Gemeinden. Damit können transparente und kongruente Vereinbarungen zur Bekämpfung des Litterings im Zusammenhang mit Gratiszeitungen angestrebt werden.