Littering

Ansätze aus dem Ausland

Anti-Littering (Plakat-)Kampagnen international

Die Abfall- und Stoffflusswirtschaft des Landes Steiermark in Österreich hat im Zusammenhang mit «Stop Littering – Für eine saubere Steiermark» einen Bericht veröffentlicht, der einen weltweiten Überblick über Maßnahmen gegen Littering bietet. Darin sind auch einige interessante Beispiele von Plakat-Kampagnen aus verschiedenen Ländern enthalten.    

Frühlingsputzaktion in der Steiermark (Österreich)

In der Steiermark wird jedes Jahr eine Frühjahrsputzaktion veranstaltet. Schulen, Kindergärten, Vereine, Gemeinden usw. treffen sich einmal jährlich zum freiwilligen Müllsammeln. Im Jahr 2010 nahmen 429 steirische Gemeinden mit 37.000 Freiwilligen an der 6-tätigen Aktion teil, wobei 165.000 kg Müll gesammelt wurden.

Innerhalb dieser Maßnahme wurden unter dem Slogan «Wirf Deinen Tschik nicht einfach weg» 10.000 Taschenaschenbecher an Trafikanten verteilt, welche bei der Bevölkerung einen guten Anklang fanden.

Das Plakat «verMIST» wurde an Wanderwegen angebracht und auch die anderen Plakate wurden innerhalb der Aktion verwendet um das Umweltbewusstsein der Bevölkerung zu stärken.

Kaugummis in England

In Liverpool zum Beispiel gibt es seit 2005 eine Sonderabgabe auf Kaugummi von 1.5 Cent pro Packung, da die Entfernung von Kaugummi in Liverpool pro Jahr rund 100'000 Pfund kostet.

In London hingegen wird an jeden Kaugummisünder eine rote Karte von einem Double des italienischen  Schiedsrichters Pierluigi Collina inklusive dazugehörigem Fußballteam vergeben und somit versucht das Kaugummiproblem in den Griff zu bekommen.

Die Chewing Gum Action Group (CGAG) wiederum ist eine gemeinsame Initiative von Gemeinden, die mittels lokaler Kampagnen das Ziel verfolgt, das Verhalten von «Kaugummi-Wegwerfern» zu ändern.

Müll am Körper tragen in den Niederlanden

Die Niederlande haben das Ziel bis 2012 die Litteringmenge signifikant zu reduzieren. Mit der Kampagne «Stichting Nederland Schoon» soll die Bevölkerung dazu animiert werden ihren Abfall mitzunehmen, egal wie es aussieht. Es ist schick seinen Müll am Körper zu tragen. Diese Werbung soll die Kreativität anregen und die Leute dazu bringen zu überlegen, was sie mit ihrem Müll machen, wie sie Littering reduzieren können. Als Vorbild dienen diese kreativen  Models.

Nicht erwünscht in Brisbane (Australien)

Brisbane nahm 2007 an dem «Keep Australia Beautiful Sustainable Cities Award» teil und gewann, da sie innovative Taktiken zur Aufklärung nutzten. Durch die im April gestarteten Kampagnen wurde eine 44%ige Reduktion von Zigarettenstummel an Zielorten erreicht und die beobachteten Vergehen sind von 18 auf 11% gesunken. Eine Plakatkampagne zeigt Personen, die in Brisbane nicht erwünscht sind.

«Butt free Australia» als weiteres Engagement hat verschiedene Projekte um Australien zigarettenstummelfrei zu bekommen. Einheitlich auf allen Plakaten dieser Projekte ist der Spruch «Please butt it, then bin it», ansonsten werden verschiedene Slogans verwendet. Durch diese Kampagne wurde eine 10%ige Reduktion von  Zigarettenstummel an Hauptlitteringstellen bewirkt und eine hohe Bewusstseinsbildung durch ausreichend viele Plakate, Radiowerbung, usw.