Informationen für Gemeinden

Separatabfälle & Sammelstellen

Separatabfälle sind verwertbare Abfälle wie beispielsweise Papier, Glas, Metalle etc. aus Haushalten und Betrieben, die nicht der Kehrichtsammlung übergeben werden dürfen oder sollen.

Die Gemeinden und Städte sind für die Entsorgung von Separatabfällen zuständig.

Bauliche und gewässerschutztechnische Anforderungen

Wird eine kommunale Abfallsammelstelle – betreute Haupt- oder nicht betreute dezentrale Quartiersammelstelle – neu errichtet oder umgestaltet, ist eine Baubewilligung nötig.

Das vorliegende AWEL-Merkblatt gibt einen grundsätzlichen Überblick zu den wichtigsten baulichen und gewässerschutztechnischen Anforderungen/Vorgaben, die es beim Bau respektive Umbau einer kommunalen Abfallsammelstelle zu beachten gilt. Es soll Gemeinden (Verwaltungsfachleute, Baubehörden und Planer/-innen) im Planungsprozess und Bewilligungsverfahren unterstützen.

Abfallsammelstellen hindernisfrei

Viele ältere oder behinderte Menschen möchten selbständig ihre Abfälle zur Sammelstelle bringen. Geltendes Recht auf Bundesebene und auf kantonaler Ebene (Kantonsverfassung und Planungs- und Baugesetz) verlangt, dass öffentliche Abfallsammelstellen so eingerichtet werden müsse, dass auch gehbehinderte Menschen mit Stock, am Rollator, im Rollstuhl sowie Sehbehinderte die Einrichtungen selbständig nutzen können.

Das vorliegende AWEL-Merkblatt macht eine Zusammenfassung der rechtlichen Grundlagen und geltenden Vorgaben. Es gibt zudem Hinweise und Hilfestellungen, worauf zu achten ist, wenn Sammelstellen hindernisfrei geplant und gebaut werden sollen. Und es zeigt Fakten und Adressen von Ansprechpartnern, die beim Bau von hindernisfreien Sammelstellen weiterhelfen. 

Folgende Anbieter von Containersystemen etc. bieten ein oder mehrere Container-/Gebindemodelle an, die für hindernisfreie Abfallsammelstellen geeignet und vom Rollstuhl aus bedienbar sind:

Sicherheit und Haftung bei der Papiersammlung durch Vereine und Schulen

In vielen Zürcher Gemeinden sammeln Schulen oder Vereine regelmässig Papier. Dies ist eine langjährige Tradition.

In der öffentlichen Wahrnehmung wird dies als positiv
beurteilt und von sehr vielen Gemeinden aktiv unterstützt. Andererseits kommen stets Diskussionen zu Sicherheits- und Haftungsfragen auf. Die Gefahren im Strassenverkehr haben zugenommen. Kinder und Jugendliche sind kaum informiert und ausgebildet bezüglich Sicherheit und Unfallprävention, Erwachsene oftmals ebenfalls nur ungenügend. Ereignet sich ein Unfall, wird nach Erklärungen und Verursachern gesucht.

Das vorliegende Merkblatt richtet sich an die Abfallverantwortlichen von Gemeinden (Verwaltungsmitarbeitende, Gemeinderäte und Werkhofmitarbeitende). Es enthält konkrete Erläuterungen zu Sicherheitsaspekten und Haftungsfragen bei der kommunalen Papiersammlung durch Vereine und Schulen. Es zeigt, welche Verantwortung Gemeinden bei solchen Sammlungen tragen, wie sie diese wahrnehmen und für mehr Sicherheit bei den
Sammlungen sorgen können. 

Private

Einwohnerinnen und Einwohner müssen Separatabfälle der Sammlung der Gemeinde oder den rücknahmepflichtigen Verkaufsstellen des Handels übergeben. Informationen zu den einzelnen Abfallarten sind bei Abfallarten von A-Z zu finden.

Industrie- und Gewerbebetriebe

Industrie- und Gewerbebetriebe übergeben Separatabfälle, also separat gesammelte, sortenreine Abfälle nach Absprache der Gemeinde oder können durch Dritte abgeholt und verwertet werden oder die Gemeinde kann Industrie- und Gewerbebetriebe verpflichten selbst für die Entsorgung besorgt zu sein. Informationen zu den einzelnen Abfallarten sind bei Abfallarten von A-Z zu finden.

Entsorgungsunternehmen

Unternehmen welche Separatabfälle zur Lagerung und Behandlung annehmen wollen, sind so genannte Abfallanlagen und brauchen eine entsprechende Bewilligung.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen zum Thema Separatabfälle finden sich auf der Homepage des Bundesamtes für Umwelt