Abfallarten von A bis Z

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Tierische Abfälle (Tierkadaver, Schlachtabfälle, Häute, Knochen, etc.)

Warum sammeln?

Das Abfall-Piktogramm für Tierkadaver ist zu sehen
Piktogramm für Tierkadaver

Tierische Abfälle umfassen Tierkörper (Kadaver u.a. von Heim- und Nutztieren), Fleischabfälle, Innereien, Schlachtabfälle aller Art sowie Haut, Borsten, Federn, Knochen und Fett.

Sie sind aufgrund des Seuchen- und Hygienerisikos gemäss strengen gesetzlichen Anforderungen von lizenzierten Entsorgern zu behandeln.

Sämtliche Kadaver, und wegen der BSE-Problematik zur Zeit auch fast alle Schlachtabfälle müssen verbrannt werden:

 

 

  • Eine Ausnahme bilden einzelne, bis 10 kg schwere Tierkadaver (z.B. tote Heimtiere), die auf Privatgrund vergraben werden dürfen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Tierkörper mit mindestens 50 cm Erde bedeckt ist.
  • Tierkörper die schwerer sind als 200 kg, werden direkt vom TMF Extraktionswerk AG (Bazenheid) auf dem Landwirtschaftsbetrieb abgeholt. Zentrale Telefonnummer für alle Abholaufträge (24h/365 Tage): 071 931 40 40
  • Tiere zwischen 10 und 200 kg gehören in die Kadaversammelstelle der Gemeinde bzw. sind dem Abdecker zu übergeben.

Private

Jede Gemeinde betreibt eine Sammelstelle mit mindestens 80-Liter-Kübeln, wo tote Heimtiere und kleine landwirtschaftliche Nutztiere, Fallwild sowie Kleinstmengen aus Metzgereien abzugeben sind. Details entnehmen Sie dem Abfallkalender Ihrer Gemeinde.

Alle in den Gemeindesammelstellen anfallenden tierischen Abfälle werden in die TMF Extraktionswerk AG in Bazenheid transportiert, dort verarbeitet  und verbrannt.

Grosstierkörper ab 200 kg holt die TMF Extraktionswerk AG Bazenheid auf Anmeldung (Tel. 071 931 40 40) direkt vom Hof ab.

Was und was nicht?

Tierkörper (Haustiere & Nutztiere, Fallwild), Fleischabfälle (u.a. Innereien, Knochen, Fett), Schlachtabfälle, Schlachtnebenprodukte, Häute, Borsten, Federn.

Finanzierung

Generell gilt bei den tierischen Abfällen das Verursacherprinzip, das heisst, dass der Verursacher für die von ihm verursachten Entsorgungskosten aufkommen muss.

Die Finanzierung der Entsorgung derjenigen tierischen Abfälle, für welche die öffentliche Hand zuständig ist (Tierkörper, BSE-Risikoorgane, Fleischabfälle), ist durch das kantonale Tierseuchengesetz und durch die entsprechenden Verordnungen geregelt. Etwa 80% der Entsorgungskosten werden den Gemeinden in Rechnung gestellt, entsprechend den in die REKAS (gekühlte regionale Kadaver-Sammelstelle) angelieferten Mengen. 20% deckt der kantonale Tierseuchenfonds ab.

Die Gemeinden wiederum verrechnen die Kosten nach Massgabe der VTNP (Verordnung über die Entsorgung tierischer Nebenprodukte) den InhaberInnen tierischer Abfälle. Sie können auf die vollständige Überwälzung der Kosten auch verzichten, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt (z.B.: Vermeiden von vermehrtem, unzulässigen Vergraben).

Gemäss dem kantonalen Abfallgesetz (AbfG) dürfen die Entsorgungskosten für tierische Abfälle NICHT über die Abfallrechnung der Gemeinden geführt werden.

Industrie- und Gewerbebetriebe

Gewerbliche Betriebe wie Schlachtanlagen und Zerlegereien sind für die fachgerechte Entsorgung und damit für die Deckung der Kosten der bei ihnen anfallenden tierischen Abfällen selber zuständig. Sie dürfen ihre tierischen Abfälle nur an lizenzierte Abnehmerfirmen abgeben (VTNP Art. 35).

Die Kantone sind nur für die Entsorgung derjenigen tierischen Abfälle zuständig, die von den InhaberInnen nicht selber entsorgt werden können (Tierkörper, BSE-Risikoorgane aus Kleinbetrieben und Restmengen von Fleischabfällen ortsansässiger Kleinbetriebe. Diese Abfälle sind in die vom Kanton bestimmten Sammelstellen zu liefern.

Grössere Kadaver (< 200 kg) können nach Rücksprache in die nächstgelegene Regionale Tierkörpersammelstelle (REKAS) mit 300-Liter-Container gebracht werden. Die Adresse erfahren Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung.

Entsorgungsunternehmen

Unternehmen, die Abfälle entgegen nehmen und behandeln sind Abfallanlagen und brauchen ab einer bestimmten Grösse eine Bewilligung. Zusätzlich ist für bestimmte Abfälle eine spezielle Bewilligung erforderlich. Die Beurteilung (Bewilligung, Genehmigung) seitens der kantonalen Stellen wird von der Leitstelle für Baubewilligungen (BAKU) koordiniert.

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