Abfall

Abfälle sind bewegliche Sachen, deren sich der Inhaber entledigt oder deren Entsorgung im öffentlichen Interesse geboten ist. Die meisten Dinge werden irgendwann zu Abfall. Was dann? 

Abfälle sind Rohstoffe und Energie

Güter (Produkte) und Infrastrukturbestandteile werden nach ihrem kurz- oder längerfristigen Gebrauch der Abfallwirtschaft überlassen.

In den «Abfällen» stecken jedoch noch unzählige Wertstoffe und Energie. Diese Ressourcen gilt es optimal zu nutzen und in sauberen Kreisläufen zu halten. Dafür steht der Begriff «Urban Mining».

Die zielgerichtete Lenkung der Materialien bzw. Stoffströme sowie bewährte und neue Technologien führen die anfallenden Abfälle der stofflichen und/oder energetischen Verwertung zu. Dabei muss die Abfall- und Ressourcenwirtschaft Schadstoffe konsequent aus dem anthropogenen Kreislauf ausschleusen, damit saubere Rohstoffe und Energie aus Abfällen der Wirtschaft als Basis für neue Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stehen. 

Die Abfallanlagen werden gemäss dem aktuellen Stand der Technik erstellt und überprüft. Nicht weiter verwertbare Abfälle werden unter sorgfältigen Bedingungen deponiert und überwacht.

Rund zwei Drittel der Abfälle sind Bauabfälle. Im Sinne von «Urban Mining» werden diese zu einem grossen Teil wiederverwertet und damit Wertstoffe in Stoffkreisläufen gehalten und Deponieraum geschont. Auch rund die Hälfte der Siedlungsabfälle wird separat gesammelt und der stofflichen Verwertung (Recycling) zugeführt. Bei thermischen Behandlungsprozessen werden aus Abfällen Energie und Werstoffe (zurück-)gewonnen. Letzteres soll künftig mit dem «Phosphor-Mining» auch für die Verwertung von Klärschlamm gelten.

Trotz vieler Fortschritte in Richtung Kreislaufwirtschaft muss die Vermeidung von Abfällen in Produktion und Konsum das oberste Ziel sein. Dies gilt insbesondere für Lebensmittelabfälle. 

Altlasten

Abfälle, die bei Sanierungen von Altlasten enfallen können dank moderner Aufbereitung und Behandlung zu einem wesentlichen Anteil wieder der Nutzung zugeführt werden. Bei baulichen Aktivitäten auf belasteten Standorten helfen der kantonale Altlastenkataster und die kantonalen Verwertungsregeln um rasche und ökologisch optimierte Lösungen zu realisieren.